Frühlingsfahrt auf dem Pfarrer Mayer-Radweg

Typisches Pfarrer-Mayer-Bauernhaus in Westernach.                                                 Foto: privat

Eine Fahrt in den Frühling – vorbei an blühenden Narzissen, Forsythien und Magnolien – hat die Tour auf dem Radweg rund um Kupferzell am 22. März 2026 geboten. Dass der Weg von rund 20 km für Jung und Alt geeignet ist, haben die jüngste Teilnehmerin mit  fünf Jahren und der älteste Radler mit  mehr als 70 Jahren unter Beweis gestellt. Auf der Rundtour waren unter anderem Landwirte bei der Frühjahrsbestellung zu sehen. Und damit waren die Radfahrer schon auf der Spur des über die Grenzen Hohenlohes hinaus bekannten und berühmten Landwirtschaftsreformers und Kupferzeller Pfarrers Johann Friedrich Mayer. Sein Andenken und Werk wach zu halten, das hat sich die Pfarrer-Mayer-Gesellschaft zum Ziel gesetzt. Vereinsvorsitzender Friedrich Küßner informierte an ausgewählten Stationen des beschilderten Radwegs über Lehre und Wirken Pfarrer Mayers. Für eine erste Erfrischung und Stärkung sorgte Vereinsmitglied Günter Wolf auf seiner idyllisch gelegenen Streuobstwiese. In Ulrichsberg befindet sich der Aufschluss eines alten Sandsteinbruchs, der einst ortsnah das Baumaterial für die Dörfer lieferte. Unter anderem für die vom Agrarreformer propagierten Pfarrer-Mayer-Häuser. Typisch für sie ist der Wohnbereich hinter Fachwerk über den Stallungen im Erdgeschoss. Diese Häuser sind entlang des Radwegs und noch zahlreich in ganz Hohenlohe zu finden.

Birnenmost der Bauern
Zur abschließenden Einkehr lud Küßner zu Schmalzbrot und selbstgemachtem Most ein. Bereits in  seinem „Lehrbuch für die Land- und Hauswirthe“ bezeichnete  Pfarrer Johann Friedrich Mayer den Birnenmost als Lieblingsgetränk der Bauern. Bis auf den eigenen Bedarf haben sie ihren Most verkauft. Damit sei ihnen „Geld im Beutel“ geblieben. Über den gewohnten und guten Geschmack ihres Birnenmostes hätten die Bauern sogar den Wein vergessen, schreibt Mayer.